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STP

advoware

Die 360° Cloud Software für kleinere Kanzleien

CloudOn-PremisePrimärmarkt DEDE

Überblick

Kanzleisoftware für kleine bis mittelgroße Kanzleien und Notariate. Aktenführung, Fristen, DMS, RVG-Abrechnung, beA, E-Post, Konfliktprüfung. ISO 27001 DE-Hosting. Legal-Twin-KI-Add-on verfügbar.

Über den Anbieter

STP

Karlsruher Legal-Tech-Anbieter, seit dem 27.02.2026 Teil der französischen Septeo-Gruppe (Closing der am 03.11.2025 angekündigten Übernahme). Eigentümerhistorie: Hg Capital (2017) → Bregal Unternehmerkapital + Maguar Capital (Dez. 2020) → Septeo (Feb. 2026). 8.000+ Kunden, 12 Standorte, 400+ Mitarbeitende. Produktportfolio nach der Akquisition unverändert: LEXolution (KMS/DMS/Time/BI/CRM/Workflow für BigLaw), WinMACS (mittelgroße Kanzleien & Notariate), advoware (Solo/Klein), WinJur (Schweiz), Winsolvenz.p4 (Insolvenz-Standard DE), InsO-Up, GIS, Knowliah (ELM), Documents (DMS), Smart Data, Legal Twin (KI). Gemeinsam mit Septeo gepoolter F&E-Etat von €80 Mio./Jahr, kombinierter Umsatz >€560 Mio., ~3.600 Mitarbeitende.

Funktionen

Kernfunktionen aus Hersteller-Doku und verifizierter Recherche.

  • Aktenführung mit RVG- und Stundensatz-Mix

    Klassische Anwaltsaktenführung mit Mandantenstammdaten, Beteiligten, Sachverhalt und Honorarvereinbarung — gemischte Abrechnungsmodelle innerhalb einer Akte möglich.

  • Integriertes DMS mit Word- und Outlook-Anbindung

    Dokumente werden direkt aus Word und Outlook der Akte zugeordnet; Volltextsuche, Versionierung und revisionssichere Ablage sind Bestandteil.

  • beA-Integration und E-Post

    Sende- und Empfangsstrecke für das besondere elektronische Anwaltspostfach und elektronischen Postversand direkt aus der Akte.

  • Notariatsfunktionen für gemischte Anwalts-Notar-Kanzleien

    Urkundenrolle, Massenbuch, Verwahrungsbuch und Notar-Spezialformulare sind in der Notariat-Variante enthalten — relevant für die Anwaltsnotariate in den Nord-Bundesländern.

  • Konfliktprüfung und Berufsgeheimnisschutz

    Kollisionsprüfung über alle Akten und Beteiligten; granulares Berechtigungssystem zur Wahrung von §43e BRAO und §203 StGB.

  • Legal-Twin-AI als Add-on

    STP-eigene KI-Suite (Smart Claims, Smart Legal Research) lässt sich als kostenpflichtiges Add-on aktivieren — KI-Schicht wird nicht mit OpenAI/Anthropic-APIs gebaut, sondern auf STP-Infrastruktur betrieben.

Preise

Quellen direkt verlinkt. Stand: 2026-05-19.

TarifModellAbrechnungPreisQuelle
Standardper/usermonthly110 €verifiziert
Professionalper/usermonthly120 €verifiziert
Premiumper/usermonthly130 €verifiziert

advoware wird im Cloud-Modell mit drei Editionen verkauft — Standard ab €109,80, Professional ab €119,80 und Premium ab €129,80 pro Nutzer und Monat (Listenpreise STP, exkl. MwSt.). Auf Drittquellen wie Trusted.de zirkulieren auch niedrigere Werte um €58/Nutzer/Monat, die sich auf On-Premise- bzw. Reseller-Konditionen beziehen. On-Premise-Lizenzen und das Legal-Twin-Add-on werden separat quotiert.

Eignung nach Kanzleigröße

Score 0-100 basierend auf Vendor-Positionierung, Pricing-Modell und Feature-Tiefe.

Einzelanwalt
70 / 100

Funktional ja, aber kein Free-Tier

Boutique (2–5)
90 / 100

Vendor positioniert sich als „kleinere Kanzleien“

Mittelständisch (6–20)
80 / 100

Funktioniert solide

Große Sozietät (21–50)
55 / 100

WinMACS ist hier präferierter STP-Stack

Großkanzlei (51–200)
30 / 100

Eher nein

Internationale Großkanzlei
15 / 100

Klar zu klein dimensioniert

Integrationen

Bekannte native, API- und Drittanbieter-Anbindungen.

  • beANativ
  • Microsoft Word und OutlookNativ
  • DATEV (Export)Nativ
  • STP Legal Twin (Smart Claims, Smart Legal Research)Nativ
  • STP Documents (DMS)Nativ
  • DiktiersystemeDrittanbieter

Security & DSGVO

Hosting, Zertifikate und Drittland-Risiko aus Vendor- und Drittquellen.

Hosting-Standort

STP-Rechenzentrum Karlsruhe (DE) oder On-Premise

US-Datentransfer-Risiko

Keines

ISO 27001Ja
SOC 2Nein / k. A.
BSI C5Nein / k. A.
TISAXNein / k. A.
EU-StandardvertragsklauselnNein / k. A.
Sub-Processors offengelegtJa

ISO-27001-zertifiziertes DE-Hosting; STP unterhält keine US-Cloud-Anteile. Mit dem Septeo-Closing (27. Februar 2026) ändert sich der Konzernrahmen, das Hosting bleibt unverändert in Deutschland.

Migration & Onboarding

Komplexität
3 / 5
Onboarding-Dauer
26 Wochen
Datenquellen
ra-microdatevcsvexcel

STP-Cloud-Onboarding direkt; Datenmigrationsservice verfügbar.

Migrationspfade aus Bestandssystemen

  • Von RA-MICRO

    ●●●○○
    ~6 Wochen

    STP bietet einen Migrationsservice; Stammdaten, Adressen und Akten werden übernommen, Vorlagen müssen meist neu aufgebaut werden.

  • Von DATEV Anwalt classic

    ●●●●
    ~8 Wochen

    Akten und Adressen migrierbar; Buchhaltung verbleibt in DATEV oder wird auf eine separate Buchungssoftware umgestellt.

  • Von Excel/manuelle Verwaltung

    ●●○○○
    ~3 Wochen

    Sauberer Neustart mit CSV-Import der Mandantenliste; schnelle Time-to-Value für kleine Kanzleien.

  • Von WinMACS (innerhalb STP)

    ●●○○○
    ~4 Wochen

    Wenn eine WinMACS-Installation für eine kleinere Kanzlei zu groß wird, ist der Downgrade auf advoware mit STP-Bordmitteln möglich.

Alternativen

Produkte mit überlappendem Use-Case oder Zielsegment.

Häufige Fragen

  • Was passiert mit advoware nach der Septeo-Übernahme von STP?

    Die Septeo-Übernahme wurde am 27. Februar 2026 abgeschlossen. STP-Produkte einschließlich advoware bleiben als Marken erhalten und werden weiterentwickelt; gepoolt wird ein R&D-Budget von rund €80 Mio./Jahr. Eine Migration auf Septeo-Produkte ist nicht angekündigt.

  • Für welche Kanzleien ist advoware ausgelegt?

    Für kleine bis mittlere Anwaltskanzleien und Anwaltsnotariate mit ein bis etwa zwanzig Berufsträgern. Größere Kanzleien werden im STP-Portfolio auf WinMACS oder LEXolution geleitet; reine Solos sind häufig bei RA-MICRO 1 (kostenfrei) besser aufgehoben.

  • Wie unterscheidet sich advoware von WinMACS?

    advoware zielt auf kleine bis mittlere Kanzleien und ist schneller einzuführen. WinMACS deckt mittlere bis größere Strukturen mit komplexerem Rollen- und Workflow-Modell ab und kostet entsprechend mehr. Beide laufen unter dem STP-Dach und teilen sich Teile der Infrastruktur, sind aber eigenständige Produkte.

  • Ist advoware vollständig cloudbasiert?

    Die Cloud-Variante wird im STP-Rechenzentrum in Karlsruhe betrieben. Daneben bleibt die On-Premise-Option für Kanzleien bestehen, die ihre Daten im eigenen Haus halten wollen. Funktional sind beide Varianten weitgehend deckungsgleich.

  • Welche KI-Funktionen sind in advoware verfügbar?

    Nativ keine generative KI im Grundpreis. Über das STP-Legal-Twin-Add-on lassen sich KI-Funktionen wie Smart Claims (automatische Schadensquantifizierung) und Smart Legal Research einbinden. Konfiguration und Pricing erfolgen über den STP-Vertrieb.

  • Wie ist die beA-Integration in advoware umgesetzt?

    Der Postversand erfolgt aus der Akte heraus, der Posteingang wird automatisch klassifiziert und der passenden Akte zugeordnet. Voraussetzung sind eine eingerichtete beA-Karte und das beA-Modul, das im Standard-Tarif enthalten ist.

Verdict

advoware ist solide DACH-Mittelstandsware mit guter beA-Integration, klarem Notariats-Profil und transparenter Cloud-Preisliste. Im Cloud-Look-and-Feel wirkt es weniger modern als Actaport oder Legalvisio, dafür liefert es mehr funktionale Tiefe und eine reife KI-Roadmap über Legal Twin. Wer die Septeo-Konsolidierung im Blick hat, sollte den Roadmap-Status pro Modul vor der Vertragsunterschrift schriftlich bestätigen lassen.

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