AnNoText
KI, Workflows und Automatisierung beschleunigen alle Abläufe
Überblick
Kanzleimanagementsoftware für Anwälte und Notare. Seit 1978 entwickelt. „Anwalt und Notare Text- und Datenverarbeitung“. Document Automation, semantische KI-Suche, OCR-Posteingang, Praxis-Controlling, Diktat. AnNoText Anwaltsnotariat als Variante.
Wolters Kluwer
Deutsche Tochter des niederländischen Wolters-Kluwer-Konzerns. Sitz Hürth bei Köln, ~1.200 Mitarbeiter. Legal-Software-Produkte: Kleos (cloud-native, paneuropäisch) + AnNoText (on-prem, DACH, seit 1978) + WinRA (Sunset).
Funktionen
Kernfunktionen aus Hersteller-Doku und verifizierter Recherche.
Tiefe Document-Automation
Vorlagensystem mit über vier Jahrzehnten Reife — komplexe Schriftsatz-Templates mit Bedingungen, Variablen und automatischer Sachverhaltsübernahme aus der Akte.
Semantische KI-Suche
KI-gestützte Recherche im eigenen Aktenbestand und in der hinterlegten Vorlagenbibliothek; relevant für mittlere und größere Kanzleien mit langer Aktenhistorie.
OCR-Posteingang mit automatischer Zuordnung
Eingangspost wird gescannt, per OCR erkannt und automatisch der Akte zugeordnet; spart Sekretariatszeit messbar.
Praxis-Controlling und Auswertungen
Detaillierte Kanzleisteuerung mit Auslastung, Umsatz, Forderungen und Berufsträger-Performance.
Notariat-Variante AnNoText Anwaltsnotariat
Vollständige Notariatsfunktionen für gemischte Anwalts-Notar-Kanzleien, inkl. XNotar und Urkundenrolle.
Diktatintegration
Native Anbindung an Olympus, Philips und Grundig — wichtig in einem von Diktat geprägten Marktsegment.
Preise
Quellen direkt verlinkt. Stand: 2026-05-19.
| Tarif | Modell | Abrechnung | Preis | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| AnNoText Paket 1 | per/user | monthly | Auf Anfrage | auf Anfrage ↗ |
| AnNoText Paket 2 | per/user | monthly | Auf Anfrage | auf Anfrage ↗ |
| AnNoText Paket 3 | per/user | monthly | Auf Anfrage | auf Anfrage ↗ |
AnNoText wird ausschließlich auf Anfrage kalkuliert. Drei Pakete (1, 2, 3) werden ohne öffentliche Listenpreise vermarktet. Belastbare Indikatoren aus Bestandskunden liegen bei kumulierten Erstkosten zwischen €15.000 und €60.000 für eine 10- bis 25-Platz-Kanzlei (Lizenz + Implementierung + Schulung), plus jährliche Wartung von 18–22%. Cloud-Hosting wird nicht angeboten; Hosting verbleibt im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Implementation-Partner.
Eignung nach Kanzleigröße
Score 0-100 basierend auf Vendor-Positionierung, Pricing-Modell und Feature-Tiefe.
Zu komplex/teuer für Solos
On-prem-Aufwand zu hoch
Mittelfristig sinnvoll
Sweet-Spot
Sweet-Spot — tiefe Funktionalität, Notariat-Spezialisierung
Funktioniert
Integrationen
Bekannte native, API- und Drittanbieter-Anbindungen.
- Microsoft WordNativ
- Microsoft OutlookNativ
- beANativ
- XNotarNativ
- DATEV (Export)Nativ
- Diktiersysteme Olympus/Philips/GrundigDrittanbieter
- Wolters-Kluwer-SuiteMarketplace
Security & DSGVO
Hosting, Zertifikate und Drittland-Risiko aus Vendor- und Drittquellen.
On-Premise beim Kunden (Standard)
Keines
AnNoText läuft standardmäßig auf eigener Infrastruktur der Kanzlei. Es gibt keine Cloud-Variante mit Hersteller-Hosting; Compliance-Verantwortung liegt vollständig beim Kanzlei-IT-Team oder Systempartner.
Migration & Onboarding
Komplexe On-Premise-Implementierung; Wolters-Kluwer-Implementation-Partner erforderlich.
Migrationspfade aus Bestandssystemen
Von RA-MICRO
●●●●●~16 WochenAnspruchsvolle Migration — beide Systeme bilden komplexe Akten- und Honorarposten ab; Wolters-Kluwer-Implementation-Partner zwingend erforderlich.
Von WinRA (Sunset)
●●●●○~12 WochenKlassischer Upgrade-Pfad für mittelgroße Kanzleien; Datenstrukturen sind kompatibel, Vorlagen werden meist neu aufgebaut.
Von DATEV Anwalt classic
●●●●○~12 WochenStammdaten und Akten migrierbar; die Buchhaltung muss in DATEV verbleiben oder auf eine separate Buchungssoftware umgezogen werden.
Von advoware
●●●○○~8 WochenUpgrade von einer kleineren Lösung auf AnNoText — Komplexitätszuwachs liegt nicht in der Migration, sondern im neuen Berechtigungsmodell und Vorlagenwerk.
Alternativen
Produkte mit überlappendem Use-Case oder Zielsegment.
- STP
WinMACS
Beschleunigte Arbeitsabläufe für Ihr profitables Wachstum
- RA-MICRO
RA-MICRO
Innovative Lösungen mit bewährter Sicherheit. Einfach bedienbar.
- DATEV
DATEV Anwalt classic
Die Kanzleiverwaltungssoftware für Rechtsanwälte und interdisziplinäre Kanzleien
- Wolters Kluwer
Kleos
Die einzige paneuropäische cloud-native Software für das Management von Rechtsanwaltskanzleien
Häufige Fragen
Gibt es AnNoText auch in der Cloud?
Nein. AnNoText ist klassisch On-Premise und wird nicht von Wolters Kluwer als SaaS angeboten. Kanzleien mit Cloud-First-Strategie werden auf Kleos verwiesen, das die cloud-native Alternative im Wolters-Kluwer-Portfolio darstellt.
Wie alt ist die Codebasis und ist das ein Problem?
AnNoText wird seit 1978 entwickelt — die Funktionstiefe ist entsprechend hoch. Die Oberfläche ist konservativ, aber Wolters Kluwer modernisiert das UI in Wellen. Für etablierte Kanzleien mit jahrelangem Vorlagenwerk ist die historische Tiefe ein Vorteil, nicht ein Nachteil.
Für welche Kanzleigröße ist AnNoText sinnvoll?
Sweet-Spot liegt bei 20 bis 200 Berufsträgern. Darunter rechtfertigt die Komplexität die Implementierungs- und Wartungskosten meist nicht. Darüber kommen häufig STP LEXolution oder spezialisierte Großkanzlei-Lösungen ins Spiel.
Was kostet eine AnNoText-Implementierung realistisch?
Eine 10–25-Platz-Kanzlei kalkuliert €15.000 bis €60.000 als Erstkosten (Lizenz + Setup + Schulung), plus 18–22% jährliche Wartung. Genaue Konditionen werden vom Wolters-Kluwer-Vertrieb pro Kanzlei verhandelt. Datenmigration aus RA-MICRO kann das Budget signifikant erhöhen.
Gibt es eine Kleos-Migration für AnNoText-Bestandskunden?
Wolters Kluwer hat dafür einen Pfad, der von Mandant zu Mandant unterschiedlich strukturiert ist. Für die meisten 20+-Platz-Kanzleien lohnt der Wechsel selten — Funktionstiefe und Vorlagenwerk in AnNoText sind kaum 1:1 in Kleos abzubilden.
Verdict
AnNoText ist die Wahl für mittelgroße bis große DACH-Kanzleien, die jahrzehntelang aufgebaute Vorlagen und tief verschachtelte Document-Automation behalten wollen. Cloud-First-Kanzleien werden hier nicht glücklich; die Implementierung ist langwierig und der Vertragsabschluss bleibt vertriebsgetrieben statt selbstständig konfigurierbar.
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